Beschreibung
Die deutsche Tafel-Bewegung hat den Blick auf zwei Entwicklungen gelenkt, die in einem der reichsten Länder der Welt eigentlich nicht hinnehmbar sind: Zunehmende Armut und die gleichzeitige, fortdauernde Vernichtung von Lebensmitteln. 25 Jahre ist es her, dass 1993nach US-amerikanischem Vorbilddie erste deutsche Tafel von der Initiativgruppe Berliner Frauen e.V. aus der Taufe gehoben wurde. Heute machen etwa 60 000 ehrenamtliche Helfer die mittlerweile 934 deutschen Tafeln zu einer der größten sozialen Bewegungen unserer Zeit. Grundgedanke ist es, die nach den Gesetzen der Marktlogik „überschüssigen“ Lebensmittel bei Großversorgern einzusammeln und sie kostenlos oder gegen einen symbolischen Betrag an sozial Benachteiligte zu verteilen.
Neben den materiellen Aspekten sind Tafeln auch immer Orte des Dialogs und des Miteinanders. Von den etwa 1,5 Millionen Menschen, die von den deutschen Tafeln in mehr als 2100 Tafel-Läden und Ausgabestellen regelmäßig unterstützt werden, sind etwa 23 Prozent Kinder und Jugendliche, Tendenz steigend. Weitere 23 Prozent befinden sich im Rentenalter. Eine besondere Herausforderung für die Tafeln war auch die Zunahme der Flüchtlingszahlen in Deutschland.







