Beschreibung
Ein aus Schneekugeln gefertigter Leib, der Hut, zwei Knopfaugen aus Kohle und die Möhre als Nasefertig. Der Schneemann ist ein Sympathieträger, aber auch eine Figur voller Widersprüche. Als Sinnbild winterlicher Freuden sind wir ihm rückhaltlos zugeneigt, als Symbol für Vergänglichkeit und neuerdings den Klimawandel sorgt er aber auch für gemischte Gefühle. Heute noch ein Kindertraum und morgen schon Wasser.
Seit wann Menschen die weißen Flocken zu Figuren formen, weiß niemand so ganz genau. Aus dem Jahr 1770 datiert ein Leipziger Kinderbuch, in dem der Schneemann erstmals abgebildet wurde. Aus dem 18. Jahrhundert kennt man noch Bilder und Darstellungen, in denen er grimmig und bedrohlich wirkt. Er war das Symbol für den Winter und der wiederum Ursache für Kälte und Hunger. Wer damals einen Schneemann baute, wollte zusehen, wie die böse Wintergestalt mit der Zeit schmilzt: als Zeichen des beginnenden Frühlings. Erst nach und nach verwandelte sich der Bösewicht in den freundlichen Gesellen, den wir heute als Schneemann kennenund befriedigt damit die Sehnsucht nach Idylle.
Ebenso hat er Qualitäten als Dekorationsfigur. Einen Schneemann zu bauen ist kinderleicht. Man rollt den etwas festeren Pappschnee zu einer Kugel zusammen. Diese rollt man einfach immer weiter über den Boden, bis sie groß genug ist. Darauf wird eine weitere Kugel gestellt und oben drauf eine kleine Kugel als Kopf. Das Gesicht kann man gestalten, wie es einem gefällt. Man kann ihn ganz nach seinen Wünschen erschaffen und hat dann einen kugelrunden Freund, auf den man stolz sein kann.







