Beschreibung
Ein helles Licht am Firmament weist ihnen den Weg. Die drei Weisen aus dem Morgenland hasten ihm hinterher, die Augen fest darauf geheftet. Denn die Weissagung verheißt: Wer der Himmelserscheinung folgt, erlebt das Wunder von Bethlehem, die Geburt des Jesuskinds. So erzählt die Bibel die Weihnachtsgeschichte. Was aber war der Stern von Bethlehem? Ein Komet, eine Supernova oder ein Traumgebilde? Die Wissenschaft streitet seit Jahren darüber. Auf den meisten Bildern hat der Stern einen Schweif, das Kennzeichen eines Kometen. Viele Astronomen schließen sich dieser Deutung an.
Für Normalbürger ist diese Frage gar nicht so wichtig. Ihnen begegnet der Weihnachtsstern zur Winterszeit in unserem Brauchtum. Als Schmuck auf dem Christbaum oder im Krippenspiel. Auf Adventskränzen oder Geschenkpapier. In Bethlehem, der Stadt im Westjordanland, erinnert noch heute ein silberner Stern in der Geburtskirche an die Lichterscheinung. Magier nennt der Evangelist Matthäus diejenigen, die das Licht zu deuten wussten. Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar gibt es erst seit dem neunten Jahrhundert. Die Heiligen Drei Könige sind aus Kult und Legenden gewachsen. Auch ihr Begleiter, der Stern von Bethlehem, heißt Dreikönigsstern. Bis heute übt er eine Faszination aus. Deshalb interessieren sich auch Esoteriker und Wundergläubige für ihn.
Lichterscheinungen am Nachthimmel faszinieren die Menschen immer wieder. In manchen Jahren kommen Kometen so nah an die Erde heran, dass sie gut zu sehen sindund dann sogar Schlagzeilen machen. So sorgte etwa 2011 ein Himmelslicht an Heiligabend in einigen deutschen Regionen für Aufregung. Ein heller Lichtschweif mit rätselhaft glühenden Streifen wurde gesehen. Besorgt riefen viele Menschen bei der Polizei an. Die wahrscheinliche Erklärung: Ein Komet.







