Beschreibung
Loriot konnte es nicht lassen: Der Komiker beruhigte die Zuschauer mit dem Hinweis, dass eventuell an der Unterseite des Fernsehgeräts austretende Farbreste für Mensch und Tier unschädlich seien. Am 25. August 1967 um 10.57 Uhr hatte Bundesaußenminister und Vizekanzler Willy Brandt die Ära des Farbfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland eingeläutet, indem er auf der 25. Funkausstellung in Berlin einen roten Knopf drückte und das Fernsehbild von Schwarzweiß auf Farbe umsprang. Die Zuschauer quittierten die neue Farbenpracht mit Ahs und Ohs.
Über 200 Millionen Mark hatten Rundfunkanstalten, Bundespost und Geräteindustrie für diese spektakuläre Innovation investiert. Allerdings war der Weg zum Massenprodukt noch weit. Den rund 5.800 Buntbildschirmen in deutschen Haushalten standen im August 1967 etwa 13 Millionen Schwarz-Weiß-Fernseher gegenüber. Der endgültige Durchbruch in den Käuferzahlen erfolgte erst mit den Olympischen Spielen in München 1972 und der Fußball-WM 1974 in Deutschland.







